03.08.2016

Automotive-Ethernet-Design mit PREEvision 8.0

Entwicklung zukunftssicherer Elektrik-/Elektronik-Architekturen

Mit PREEvision 8.0 unterstützt Vector Informatik die Entwicklung zukunftssicherer Elektrik-/Elektronik-Architekturen in Fahrzeugen: In der neuen Version lassen sich auch Automotive-Ethernet-Netzwerke und service-orientierte Software-Architekturen modellbasiert entwickeln.

Service-orientierte Software-Architekturen (SOA) dienen in der IT-Industrie bereits seit Jahren dazu, verteilte Systeme zu beschreiben und zu strukturieren. Um Herausforderungen wie autonomes Fahren und Car-to-X-Kommunikation technisch zu meistern, gewinnt die Vorgehensweise auch in der Automobilindustrie massiv an Bedeutung. Die erforderliche Elektrik-/Elektronik-Architektur im Fahrzeug lässt sich jetzt mit dem Entwicklungswerkzeug PREEvision entwerfen und verwalten. In der aktuellen Version werden die benötigten Dienste (Services), die entsprechenden Software-Komponenten, alle Schnittstellen sowie die Kommunikationsteilnehmer mit SOA-Diagrammen modelliert. Sie basieren auf der verbreiteten grafischen Modellierungssprache UML (Unified Modeling Language).

Um geeignete Bandbreiten für die Kommunikation im Fahrzeug und mit der Umwelt zu realisieren, wird zunehmend Ethernet-Technologie eingesetzt. Das entsprechende Kommunikations-Design wird in PREEvision nach der AUTOSAR-Methodik entwickelt, der Import und Export von Ethernet-Beschreibungen als AUTOSAR-Datei geschieht dabei problemlos. Um Ethernet-Netzwerke zu modellieren, beherrscht PREEvision 8.0 gemischte Topologien: Verschiedene Bustechnologien wie Ethernet, CAN, LIN oder FlexRay werden per Gateway miteinander verbunden. Eine spezielle Cluster-Ansicht sorgt bei komplexen Architekturen zusätzlich für Übersicht.

Die per Switches geschaltete Ethernet-Topologie unterscheidet sich dabei gravierend von den klassischen Bustechnologien in Fahrzeugen: Hier kann ein Bus in verschiedene, voneinander unabhängige Netzwerke unterteilt werden. Diese sogenannten Virtual Local Area Networks (VLAN) spielen im Bereich der informationstechnischen Sicherheit (Cyber Security) eine wichtige Rolle. VLANs ermöglichen auch das Verwalten der verfügbaren Bandbreite. Sie werden in PREEvision mit Diagrammen und Tabellen entwickelt und mit Switches konfiguriert: Ein Signal-Router erstellt dazu entweder eine initiale VLAN-Struktur als Ausgangspunkt, oder er berücksichtigt bei gegebener Struktur vordefinierte VLANs. Beim Routing erzeugt er automatisch einen Großteil der benötigten Kommunikations-Artefakte und erleichtert so beispielsweise die Sockel-Konfiguration – normalerweise eine mühsame und fehleranfällige Entwicklungsarbeit.

PREEvision 8.0 bringt noch weitere Verbesserungen: Bisher nur als Produktoption erhältlich, ist das integrierte Test-Engineering und Test-Management nun in allen Lizenzen verfügbar. Der neue DBC-ECU-Extrakt begrenzt den DBC-Export auf die Daten für ein Steuergerät und unterstützt damit einen fokussierten Datenaustausch zwischen OEM und Zulieferer. Hinzu kommen verschiedene Programmstabilitäts- und Usability-Verbesserungen.

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